Welche Outbound-Anwendungsfälle funktionieren
Manche Interessenten wollen, dass der Agent selbst anruft. Welche Fälle gut passen, welche nicht, was der Kunde dafür braucht und was ein ausgehender Anruf kostet.
Manche Interessenten wollen nicht nur, dass der Agent Anrufe annimmt, sondern dass er selbst anruft: Erinnerungen, Rückrufe, Bestätigungen, Befragungen. Das geht mit Kampagnen für ganze Listen und mit der Outbound-API für einzelne Anrufe aus einem anderen System.
Was gut funktioniert
| Anwendungsfall | Beispiel | Weg |
|---|---|---|
| Terminerinnerungen | Die Praxis erinnert am Vortag an den Termin und nimmt Absagen auf | Kampagne mit den Terminen als CSV, oder ein Workflow ruft die API |
| Rückrufe auf Anfragen | Ein Formular auf der Website löst sofort einen Rückruf aus | Outbound-API aus n8n, Make oder Zapier |
| Nachfassen von Angeboten | Der Handwerksbetrieb fragt eine Woche nach dem Angebot nach | Kampagne |
| Befragungen bestehender Kunden | Zufriedenheit nach einem Auftrag, mit erfassten Antworten | Kampagne mit Variablen im Context Extractor |
| Bestätigungen | Lieferzeit, Abholung, Wartungstermin | Kampagne oder API |
Gemeinsam ist allen Fällen: der Angerufene kennt das Unternehmen, und der Anruf hat einen Anlass, den er erwartet.
Was nicht passt
| Fall | Warum nicht |
|---|---|
| Kaltakquise bei Verbrauchern | Werbeanrufe bei Verbrauchern brauchen eine vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 UWG) |
| Gekaufte Listen ohne Einwilligung | In jeder Kampagne bestätigt der Kunde, dass er die Personen anrufen darf. Das kann er bei solchen Listen nicht |
| Anrufe, die eine Person vortäuschen | Die Vorlagen enthalten den Hinweis, dass ein KI-System spricht. Er bleibt in jedem Agenten erhalten |
| Lange Beratungsgespräche | Der Agent führt kurze Gespräche mit klarem Ziel. Für Beratung verbindet er im Pro-Tarif an einen Menschen |
Was der Kunde braucht
| Voraussetzung | Erläuterung |
|---|---|
| Pro- oder Individuell-Tarif | Kampagnen und die Outbound-API gehören zu diesen Tarifen |
| Eine Absendernummer | eine importierte Nummer oder eine per SIP verbundene Nummer. Gekaufte Nummern nehmen nur Anrufe an |
| Einen Agenten mit Prompt für ausgehende Gespräche | Begrüßung und Ablauf sind anders als bei eingehenden Anrufen, siehe Ausgehende Anrufe |
| Eine bestätigte Identität | einmalig unter Abrechnung › Identität, mit Ausweis über Stripe, ohne Selfie |
Was ein ausgehender Anruf kostet
| Ergebnis | Abrechnung |
|---|---|
| Niemand nimmt ab oder besetzt | 1 Minute je Versuch |
| Angenommen, auch von einer Mailbox | jede angefangene Minute ab der Annahme |
| Mit importierter Nummer | dazu die Verbindungskosten zum Einkaufspreis |
Erkennt der Agent eine Mailbox oder Ansage, beendet er den Anruf ohne Ansage. Rechne mit dem Kunden vorher grob durch: Kontakte mal Versuche mal Minuten. Eine Kampagne mit vielen nicht erreichten Kontakten kostet mehr Minuten, als die Zahl der Gespräche vermuten lässt.
In der Vorführung
- Frag nach einer Liste, die der Kunde heute schon von Hand abtelefoniert, etwa Terminerinnerungen.
- Zeig die Kampagnenansicht mit Anrufzeiten, Wiederholungen und Ergebnissen je Kontakt.
- Hast du in Partner Plus deine eigene Nummer per SIP angebunden, starte im Reiter Outbound einen Test-Anruf an dein eigenes Handy und reich es weiter. Er läuft über deine eigene Leitung. So hört der Interessent, wie sich ein Anruf des Agenten anfühlt, siehe Kontext testen. Im kostenlosen Partnerkonto sind ausgehende Anrufe gesperrt, dort führst du einen eingehenden Anruf vor.
- Kläre Absendernummer und Identitätsprüfung, bevor ihr einen Starttermin festlegt.
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