AVV und DSGVO: Empfehlen oder Weiterverkaufen

Wer Verantwortlicher ist, welcher Auftragsverarbeitungsvertrag gilt und welche Pflichten du hast, beim Empfehlen, beim Weiterverkaufen und beim Zugriff auf Kundenkonten.

Spätestens die Datenschutzbeauftragte deines Kunden verlangt den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Ob dafür der Vertrag von bhomy gilt oder ob du selbst einen schließt, hängt davon ab, wer Vertragspartner des Kunden ist.

Wo AVV und technische Maßnahmen liegen

Der AVV von bhomy ist Anlage 1 zu den AGB und steht unter bhomy.ai/de/datenschutz#avv (öffnet in neuem Tab). Er enthält die technischen und organisatorischen Maßnahmen und die Liste der Unterauftragsverarbeiter. Er liegt auf Deutsch vor und wird mit dem Vertragsschluss einbezogen.

Die zwei Wege im Vergleich

EmpfehlenWeiterverkaufen
Verantwortlicherdein Kundedein Kunde
Auftragsverarbeiterbhomydu, und bhomy als weiterer Auftragsverarbeiter
Vertrag über die Auftragsverarbeitungder AVV von bhomy, direkt zwischen Kunde und bhomydein Vertrag mit dem Kunden, etwa Vorlage A, und zwischen dir und bhomy der AVV mit Anlage 4
Weisungengibt der Kunde bhomy, auch über seine Einstellungengibt der Kunde dir, du gibst sie an bhomy weiter
Meldungen bei Datenschutzverletzungenan den Kundenan dich, du unterrichtest den Kunden sofort. Erreichen wir dich nicht, dürfen wir ihn direkt unterrichten
Änderungen bei Unterauftragsverarbeiternan den Kundenan dich, du leitest sie an deine Kunden weiter, ebenso einen Widerspruch zurück an uns
Anfragen von Betroffenen und Behördenan den Kundenleiten wir an dich weiter, soweit das zulässig ist
Kontrollrechtehat der Kunde gegenüber bhomyhast du, auch für deine Kunden. Eine Prüfung, die du nicht selbst durchführen kannst, ermöglichen wir dem Kunden

Beim Empfehlen

Dein Kunde schließt seinen Vertrag mit bhomy, und der AVV von bhomy gilt für ihn direkt. Du musst nichts weiter tun, solange du nicht in sein Konto schaust.

Wenn du auf das Kundenkonto zugreifst

Gibt dir der Kunde im Dashboard Zugriff, handelst du in seinem Konto für ihn und bist insoweit sein Auftragsverarbeiter. Zwischen dir und bhomy entsteht dadurch keine Auftragsverarbeitung.

  1. Schließ mit dem Kunden vorher einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung. Dafür kannst du Vorlage A nutzen.
  2. Unterliegt der Kunde einer beruflichen Schweigepflicht, gib ihm zusätzlich eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit, etwa mit Vorlage B.
  3. Der Kunde gibt dir den Zugriff frei, mit Umfang und Dauer. Gesprächsinhalte siehst du nur, wenn er sie ausdrücklich freigibt.

Jeder Zugriff wird protokolliert, und der Kunde sieht das Protokoll im Dashboard. Wie die Freigabe funktioniert, steht unter Partnerkonto und Partner-Zugriff.

Beim Weiterverkaufen

Du bist der Anbieter für deinen Kunden. Bevor er die Plattform nutzt, vereinbarst du mit ihm:

VereinbarungWofürVorlage
MindestbedingungenRegeln für die Nutzung der Plattform, etwa der KI-Hinweis und unzulässige NutzungenAnlage 5
Vertrag über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVOnennt bhomy als weiteren Auftragsverarbeiter, bezieht die Unterauftragsverarbeiter ein und räumt dem Kunden Kontrollrechte einVorlage A
Verpflichtung zur Verschwiegenheitnur bei Kunden mit beruflicher SchweigepflichtVorlage B

Im Partnerbereich bestätigst du, dass diese Vereinbarungen geschlossen sind. Auf Anfrage weist du sie uns nach, Angaben, die dafür nicht nötig sind, darfst du schwärzen. Bewahre die Nachweise während der Vertragslaufzeit und drei Jahre darüber hinaus auf.

Kunden mit beruflicher Schweigepflicht

Hat dein Weiterverkaufskunde seinen Sitz in Deutschland und unterliegt er einer Schweigepflicht, etwa als Arztpraxis oder Kanzlei, wirkt bhomy als weitere mitwirkende Person an seiner Berufsausübung mit. bhomy verpflichtet sich dann zu seinen Gunsten zur Verschwiegenheit, nach der Verpflichtungserklärung in Anlage 2 zu den AGB, bei Sitz in Österreich nach Anlage 3. Du selbst verpflichtest dich ihm gegenüber mit Vorlage B und weist ihn auf die Verpflichtung von bhomy hin.

Empfehlungskunden mit Schweigepflicht bekommen die Verpflichtungserklärung direkt von bhomy, über datenschutz@bhomy.ai.

So bringst du das Thema in die Vorführung

Warte nicht, bis die Datenschutzbeauftragte fragt. Ein Satz genügt: „Den Auftragsverarbeitungsvertrag schließen Sie mit dem Vertrag gleich mit ab, auf Deutsch. Wo die Daten verarbeitet werden und wie lange sie gespeichert sind, zeige ich Ihnen gern.“ Die Details stehen unter Hosting und Daten. Beim Weiterverkaufen sagst du, dass du den Vertrag mit ihm schließt.