Einen guten Prompt schreiben

Wie du Begrüßung und Prompt aufbaust, damit dein Agent dein Unternehmen kennt, kurz antwortet und Werkzeuge im richtigen Moment nutzt.

Der Prompt ist die Arbeitsanweisung für deinen Agenten. Er legt fest, wer der Agent ist, was er über dein Unternehmen weiß und wie er ein Gespräch führt. Je klarer der Prompt, desto verlässlicher das Gespräch.

Beides stellst du im Agenten im Reiter Persönlichkeit ein: die Begrüßung ist der erste Satz des Gesprächs, der Prompt alles, was danach gilt.

Die Begrüßung

Die Begrüßung spricht dein Agent sofort nach der Annahme, ohne Nachdenkpause. Halte sie kurz und nenne dein Unternehmen.

GutWeniger gut
„Praxis Dr. Sommer, guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?“„Hallo und herzlich willkommen bei der Praxis Dr. Sommer, Ihrer Hausarztpraxis im Herzen von Hamburg. Mein Name ist …“
„Sommer Haustechnik, Sie sprechen mit dem digitalen Assistenten. Worum geht es?“„Hallo, hier ist Ihr Agent.“

Lange Begrüßungen wirken am Telefon wie eine Bandansage. Anrufer fallen ins Wort oder legen auf.

Aufbau eines Prompts

Ein Prompt, der am Telefon funktioniert, hat meist sieben Teile. Überschriften helfen dem Modell, die Teile auseinanderzuhalten.

TeilInhaltBeispiel
RolleWer der Agent ist und für wen er sprichtDu bist die Telefonassistenz von Sommer Haustechnik.
UnternehmenFakten, die Anrufer erfragenAdresse, Öffnungszeiten, Leistungen, Einzugsgebiet
ZielWas am Ende des Gesprächs erreicht sein sollEin Termin ist gebucht oder ein Rückruf vereinbart.
AblaufDie Schritte in der richtigen ReihenfolgeAnliegen klären, Adresse aufnehmen, Termin anbieten
WerkzeugeWann Kalender, Wissen oder Weiterleitung zum Einsatz kommenBei Fragen zu Preisen suche in der Wissensdatenbank.
RegelnTon, Länge, AnredeSprich per Sie, antworte in höchstens zwei Sätzen.
GrenzenWas der Agent nicht tutKeine Preiszusagen für Sonderanfertigungen.

bhomy ergänzt deinen Prompt um technische Anweisungen, etwa zur Sprache, zu den eingeschalteten Werkzeugen und zum Gesprächsende. Darum musst du dich nicht kümmern.

Ein Beispiel

# Rolle
Du bist die Telefonassistenz von Sommer Haustechnik in Hamburg. Du nimmst Anrufe
an, wenn das Team auf Baustellen ist.

# Unternehmen
- Leistungen: Heizung, Sanitär, Wartung von Gasthermen. Keine Elektroarbeiten.
- Einzugsgebiet: Hamburg und 20 km Umkreis.
- Öffnungszeiten Büro: Montag bis Freitag 7 bis 16 Uhr.
- Notdienst: nur bei Wasserschaden oder Heizungsausfall im Winter.

# Ziel
Jeder Anrufer hat am Ende einen Termin oder die Zusage eines Rückrufs.

# Ablauf
1. Frag nach dem Anliegen.
2. Bei einem Notfall: verbinde mit dem Notdienst.
3. Sonst: nimm Name, Adresse und das Problem auf.
4. Biete einen freien Termin aus dem Kalender an.
5. Fasse am Ende kurz zusammen, was vereinbart ist.

# Regeln
- Sprich per Sie und antworte in höchstens zwei Sätzen.
- Stell immer nur eine Frage auf einmal.
- Nenne keine Preise. Sag, dass das Team ein Angebot schickt.
- Wenn du etwas nicht weißt, sag es offen und biete einen Rückruf an.

Variablen in Begrüßung und Prompt

Mit doppelten geschweiften Klammern setzt du Werte ein, die erst beim Anruf feststehen, zum Beispiel {{kundenname}} oder {{termin}}.

Woher der Wert kommtWann
Incoming Webhookbei eingehenden Anrufen, dein System antwortet beim Klingeln
context der Outbound-APIbei ausgehenden Anrufen
Kontaktliste einer Kampagnejede Spalte außer der Rufnummer wird zur Variable

Kommt für einen Platzhalter kein Wert an, entfernt bhomy ihn vor dem Gespräch. Der Agent liest also nie {{kundenname}} vor. Schreib die Sätze deshalb so, dass sie auch ohne den Wert funktionieren, oder hinterlege beim Incoming Webhook einen Fallback-Wert.

Offene Stellen aus Vorlagen

Vorlagen enthalten Stellen in eckigen Klammern, die du ausfüllst, etwa den Firmennamen oder die Öffnungszeiten. Das Dashboard zählt sie unter Offene Stellen im Prompt. Du kannst den Agenten trotzdem aktivieren. Zu diesen Punkten sagt er dann offen, dass ihm die Information fehlt, statt etwas zu erfinden.

Werkzeuge im Prompt ansprechen

Werkzeuge wie Kalender, Wissensdatenbank, Web-Recherche oder Weiterleitung schaltest du im Reiter Tools ein. Der Prompt sagt dem Agenten, wann er sie nutzt:

  • „Wenn der Anrufer einen Termin möchte, prüfe die freien Zeiten im Kalender und biete zwei Termine an.“
  • „Fragen zu Leistungen und Preisen beantwortest du aus der Wissensdatenbank.“
  • „Verbinde mit dem Büro, wenn der Anrufer ausdrücklich einen Menschen sprechen will.“

Ein Werkzeug, das nicht eingeschaltet ist, kann der Agent nicht nutzen, auch wenn der Prompt es erwähnt. Prüfe beides, wenn ein Werkzeug nicht greift.

Gesprächseinstellungen

Unter Call Settings im Reiter Persönlichkeit stellst du ein, wie dein Agent spricht und wie lange ein Gespräch höchstens dauert.

EinstellungWirkungEmpfehlung
Max. Anrufdauer (Min)Danach beendet der Agent das Gespräch höflich. 1 bis 30 Minuten20 Minuten reichen für fast alle Anliegen
Stille-Timeout (Sek)So lange darf der Anrufer schweigen, bevor der Agent auflegt. 15 bis 300 Sekunden30 Sekunden
KreativitätVon Präzise bis Kreativeher präzise für Termine, Support und Auskünfte
SprechgeschwindigkeitLangsamer bis Schnellernormal, langsamer für ältere Zielgruppen
ReaktionszeitGeduldig wartet länger, bevor der Agent antwortet, Schnell antwortet frühergeduldig, wenn Anrufer viel nachdenken oder diktieren

Schweigt der Anrufer 15 Sekunden, fragt der Agent nach, ob er noch da ist.

Testen und verbessern

  1. Speichere den Prompt und starte Agent testen.
  2. Spiel drei typische Anrufe durch: ein einfaches Anliegen, ein schwieriges und eines, das der Agent ablehnen soll.
  3. Lies im Anrufverlauf das Transkript und die Main Logs. Dort siehst du, welches Werkzeug der Agent wann genutzt hat.
  4. Ändere immer nur eine Sache und teste erneut.

Häufige Fehler